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Dämmstoffe im Vergleich: Lambda-Wert und Dämmstärke von PIR bis Zellulose

Dämmstoffe im Vergleich: PIR hat λ 0,022, XPS 0,035, EPS und Steinwolle 0,038, Glaswolle 0,044. Welche Dämmstärke jeder Lambda-Wert für R 3 bis 7 braucht.

Von Riyan M.5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Je kleiner der Lambda-Wert λ, desto dünner darf die Dämmung sein. Am besten dämmen PIR-Platten mit λ 0,022, dann geschlossenzelliger PU-Sprühschaum (0,026), XPS (0,035), EPS und Steinwolle (je 0,038), offenzelliger Sprühschaum (0,041), Glaswolle-Rollen (0,044) und Zellulose (0,045). Für einen Wärmedurchlasswiderstand von R 6 m²K/W brauchen Sie etwa 132 mm PIR, aber 264 mm Glaswolle.

Lambda-Wert und R-Wert: So hängen sie zusammen

Der Lambda-Wert λ ist die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffs in W/(m·K): Er sagt, wie gut der Stoff Wärme leitet – kleiner ist besser. Auf deutschen Verpackungen steht er oft als Wärmeleitstufe, zum Beispiel WLS 035 = λ 0,035.

Der R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand) gilt für eine Schicht mit ihrer Dicke – größer ist besser. Beide hängen über die Dicke d zusammen:

  • R = d ÷ λ (d in Metern)
  • d = R × λ – die benötigte Dämmstärke

Ein Beispiel: R 6 m²K/W mit Glaswolle bei λ 0,044 ergibt 6 × 0,044 = 0,264 m, also 264 mm. US-Produkte nennen statt λ einen R-Wert pro Zoll; umgerechnet ist R pro Zoll = 0,144 ÷ λ.

Dämmstoffe im Vergleich: Lambda-Werte

Der Dämmstoffrechner rechnet mit dem ungünstigeren Ende der veröffentlichten Spannen, damit er die Dicke nicht unterschätzt:

Dämmstoffλ im RechnerSpanne bei ProduktenHinweise
PIR-Dämmplatte, alukaschiert0,022–sehr dünn; verliert bei starkem Frost etwas Dämmwirkung
Geschlossenzelliger PU-Sprühschaum0,0260,024–0,028fest; bremst ab etwa 40–50 mm den Wasserdampf
XPS-Dämmplatte0,035Styrodur 3035 CS: λD 0,033–0,036verträgt Feuchte, auch im Erdreich
EPS-Dämmplatte (Styropor)0,038weiß etwa 0,037, grau mit Graphit 0,031–0,032günstigste Hartschaumplatte
Steinwolle-Dämmplatte0,0380,034–0,039nicht brennbar, guter Schallschutz
Offenzelliger PU-Sprühschaum0,0410,035–0,042weich, dichtet Luft ab, diffusionsoffen
Glaswolle-Dämmrolle0,0440,032–0,044die übliche Rolle für den Dachboden
Zellulose (Einblasdämmung)0,045Isocell Bemessungswert 0,038–0,039Altpapier, in Dachböden und Hohlräume eingeblasen
Glaswolle-Matte (US-Batt)0,048–US-Produkt, etwa R-3,0 pro Zoll

Die Werte schwanken von Produkt zu Produkt: Der λ-Wert auf Ihrer eigenen Verpackung geht immer vor. Tragen Sie ihn im Rechner unter „λ-Wert meines Produkts“ ein.

Wie dick muss die Dämmung sein? Tabelle für R 3 bis 7

Dämmstärke d = R × λ, mit den λ-Werten des Rechners (in mm):

DämmstoffR 3R 4,5R 6R 7
PIR (λ 0,022)66 mm99 mm132 mm154 mm
Geschlossenzelliger Sprühschaum (λ 0,026)78 mm117 mm156 mm182 mm
XPS (λ 0,035)105 mm158 mm210 mm245 mm
EPS (λ 0,038)114 mm171 mm228 mm266 mm
Steinwolle (λ 0,038)114 mm171 mm228 mm266 mm
Offenzelliger Sprühschaum (λ 0,041)123 mm185 mm246 mm287 mm
Glaswolle-Rolle (λ 0,044)132 mm198 mm264 mm308 mm
Zellulose (λ 0,045)135 mm203 mm270 mm315 mm

Die R-Werte sind in m²K/W angegeben. Ein Produkt mit besserem λ als in der Tabelle kommt entsprechend mit weniger Dicke aus.

Welcher Dämmstoff wofür?

  • Oberste Geschossdecke (Dachboden): Einblasdämmung aus Zellulose oder Rollen aus Glas- oder Steinwolle. Günstig pro R-Wert, und die Höhe ist dort selten ein Problem. Drücken Sie die Dämmung nicht zusammen – zusammengedrückte Dämmung verliert einen großen Teil ihrer Wirkung.
  • Zwischen den Sparren und auf Flachdächern mit wenig Platz: PIR oder geschlossenzelliger Schaum bringen den höchsten R-Wert pro Zentimeter.
  • Keller, Bodenplatte und Erdreich: XPS oder geschlossenzelliger Schaum, weil beide mit Feuchte zurechtkommen.
  • Ständerwände: Die Tiefe des Hohlraums legt die Dämmstärke fest – mit kleinem λ holen Sie aus derselben Tiefe mehr heraus.
  • Schallschutz zwischen Räumen: Steinwolle.

Sprühschaum: Board Feet und Sets

Sprühschaum-Sets aus den USA werden in Board Feet verkauft: Ein Board Foot ist 1 ft² bei 1 Zoll Dicke. Ein Set mit 600 Board Feet deckt also etwa 55,7 m² bei 25,4 mm, 27,9 m² bei 50,8 mm oder 18,6 m² bei 76 mm. Das ist die theoretische Ergiebigkeit des Herstellers – Kälte, Wind und Sprühverlust senken sie, rechnen Sie also großzügig Reserve ein. Im Rechner wählen Sie offen- oder geschlossenzelligen Schaum und ein Set: Er zählt die Lagen à 25,4 mm und die Sets.

Sprühschaum gibt beim Aushärten gesundheitsschädliche Dämpfe ab. Tragen Sie geeigneten Atemschutz, Schutzbrille und Handschuhe, lüften Sie gut, halten Sie andere fern und beachten Sie die Wartezeit des Herstellers, bevor jemand den Raum wieder betritt. Größere Flächen gehören in die Hand eines geschulten Fachbetriebs, und wo die Vorschriften es verlangen, muss offener Schaum mit einer Brandschutzschicht wie Gipskarton abgedeckt werden.

R-Wert oder U-Wert?

Der R-Wert beschreibt eine Schicht. Der U-Wert beschreibt ein ganzes Bauteil – Wand, Dach oder Decke mit allen Schichten – und hier ist kleiner besser. Bauvorschriften in Deutschland geben meist U-Werte vor: Nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher Gebäudeenergiegesetz GEG) muss die oberste Geschossdecke zu einem unbeheizten Dachboden in der Regel einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen. Ob Ihre Decke oder Wand mit Mauerwerk, Dämmung und Putz das schafft, rechnet der U-Wert-Rechner aus allen Schichten aus.

Häufige Fragen

Welcher Dämmstoff hat den besten Lambda-Wert?

Unter den üblichen Produkten PIR-Platten mit etwa λ 0,022 und geschlossenzelliger Sprühschaum mit 0,024–0,028. Danach kommen graues EPS mit Graphit (0,031–0,032), XPS (0,033–0,036) sowie weißes EPS und Steinwolle um 0,034–0,039.

Was bedeutet WLS 035?

WLS steht für Wärmeleitstufe: WLS 035 heißt λ = 0,035 W/(m·K). Für R 4,5 m²K/W brauchen Sie damit 4,5 × 0,035 = 0,158 m, also rund 158 mm.

Wie rechne ich den Lambda-Wert in eine Dämmstärke um?

Multiplizieren Sie den gewünschten R-Wert mit λ. R 6 m²K/W mit Steinwolle bei λ 0,038 ergibt 6 × 0,038 = 0,228 m, also 228 mm.

Ist Steinwolle besser als Glaswolle?

Steinwolle-Platten dämmen mit λ 0,038 etwas besser als Glaswolle-Rollen mit 0,044, sind nicht brennbar und dämpfen Schall besser. Glaswolle ist leichter und günstiger. Beide wirken gut, wenn sie ohne Lücken und nicht zusammengedrückt eingebaut sind.

Wie dick muss eine XPS-Platte sein?

Für R 2 m²K/W brauchen Sie mit λ 0,033–0,038 etwa 65–75 mm, mit dem Rechnerwert 0,035 genau 70 mm. Für R 3 sind es 105 mm.

Addieren sich die R-Werte mehrerer Lagen?

Ja. Lagen addieren sich: R 3 aus Glaswolle plus R 2 aus einer PIR-Platte ergeben etwa R 5 – solange nichts zusammengedrückt ist und keine Lücken bleiben.

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