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Wärmepumpen-Rechner: Welche Größe brauche ich?

Schätzen Sie die Heizlast Ihres Hauses – oder eines Raums – bei Normaußentemperatur und die Wärmepumpenleistung, die sie deckt, in kW und BTU/h. Wählen Sie, wie gut das Haus gedämmt ist und wie kalt es bei Ihnen wird; auf Wunsch mit Warmwasser.

1Ihr Haus

Die Fläche aller beheizten Räume auf allen Etagen. Unbeheizte Garage, Dachboden und Keller zählen nicht.

Die Faustwerte gelten für etwa 2,5 m Raumhöhe. Höhere Räume erhöhen die Heizlast im gleichen Verhältnis, niedrigere senken sie.

2Dämmung

Die Auswahl oben trägt den Wert ein: die Faustformel-Heizlast pro m² bei −10 °C außen und 20 °C innen, geteilt durch 30 (W/m²K). Ändern Sie ihn, wenn Sie einen besseren Wert aus einer Energieberatung haben.

3Temperaturen

Die Kälte, bei der die Heizung das Haus noch warm halten muss – kälter als ein normaler Wintertag, aber nicht der Rekordwert.

4Warmwasser (optional)

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Wie viel kW Wärmepumpe brauche ich? So geht der Rechner

  1. 1Wählen Sie das ganze Haus oder einen Raum, dann geben Sie die beheizte Wohnfläche (oder Länge und Breite des Raums) und die Raumhöhe ein.
  2. 2Wählen Sie, wie gut das Haus gedämmt ist – nach dem Baujahr oder nach dem, was seitdem gedämmt wurde.
  3. 3Wählen Sie die Innentemperatur und die Normaußentemperatur Ihres Orts, oder geben Sie Ihren eigenen Wert ein.
  4. 4Schalten Sie das Warmwasser ein, wenn die Wärmepumpe es mitmacht, und lesen Sie die Größe in kW ab.

Formel: Heizlast aus Wohnfläche und Temperatur

  1. 01Temperaturdifferenz = Innentemperatur − Normaußentemperatur
  2. 02Heizlast (W) = Wohnfläche × Wärmeverlust pro m² und Grad × (Raumhöhe ÷ 2,5 m) × Temperaturdifferenz
  3. 03Wärmeverlust pro m² und Grad = Faustwert in W/m² bei −10 °C ÷ 30
  4. 04Wärmepumpenleistung = Heizlast + Personen × Warmwasser-Zuschlag
  5. 05BTU/h = W × 3,412

Fachbetriebe beginnen die Schätzung mit einem Wert pro m² Wohnfläche: etwa 30–50 W/m² für einen Neubau nach GEG oder ein saniertes Haus, 60–100 W/m² für ein teilsaniertes und 100–160 W/m² für ein unsaniertes Haus von vor 1977 (Bundesverband Wärmepumpe). Diese Werte gelten für etwa −10 °C außen und 20 °C innen – 30 Grad Unterschied – und für rund 2,5 m hohe Räume. Der Rechner teilt sie durch 30 und multipliziert mit Ihrer eigenen Temperaturdifferenz und Raumhöhe: In Köln (um −8 °C) braucht dasselbe Haus weniger, in Dresden (um −13 °C) mehr.

Die Normaußentemperatur ist nicht der Kälterekord, sondern die Kälte, die nur an wenigen Tagen im Jahr unterschritten wird. Seit DIN/TS 12831-1 (2020) gibt es sie für jede Postleitzahl; der Bundesverband Wärmepumpe zeigt sie auf seiner Klimakarte. Eine Wärmepumpe, die die Heizlast bei dieser Temperatur deckt, hält das Haus fast immer ohne großen Heizstab warm.

Beispiel: Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus

Ein teilsaniertes Haus mit 120 m² Wohnfläche und 2,5 m Raumhöhe soll innen 20 °C haben, bei einer Normaußentemperatur von −10 °C: Die Temperaturdifferenz ist 30 K.

Es verliert dann etwa 9,72 kW Wärme (81 W/m²), also braucht es eine Wärmepumpe, die bei −10 °C noch so viel leistet.

Tipps vor dem Kauf

  • Erst dämmen und abdichten: Jedes eingesparte Watt pro m² macht die Wärmepumpe kleiner und billiger im Betrieb.
  • Prüfen Sie die Heizkörper: Eine Wärmepumpe heizt das Wasser weniger heiß als ein Kessel, manche Räume brauchen größere Heizkörper oder eine Fußbodenheizung.
  • Heizen Sie heute mit Gas oder Öl, ist der Jahresverbrauch eine gute Gegenprobe – der Fachbetrieb kann daraus die Heizlast überschlagen.
  • Lassen Sie sich die raumweise Heizlastberechnung schriftlich geben und vergleichen Sie die Summe mit dieser Schätzung.

Häufige Fragen

Wie viel kW Wärmepumpe brauche ich für mein Haus?

Wohnfläche × Wärmeverlust pro m² und Grad × Unterschied zwischen innen und Normaußentemperatur. Ein teilsaniertes Haus mit 120 m² und 20 °C innen braucht bei −10 °C (Frankfurt, Stuttgart) etwa 9,7 kW, bei −12 °C (Berlin, München) etwa 10,4 kW und bei −8 °C (Köln) etwa 9,1 kW.

Wie viel Heizlast pro m² hat ein Haus?

Grob 30–50 W/m² für einen Neubau nach GEG oder ein saniertes Haus, 60–100 W/m² teilsaniert und 100–160 W/m² für ein unsaniertes Haus von vor 1977 (Bundesverband Wärmepumpe); ein Passivhaus hat höchstens 10 W/m². Die Werte gelten für etwa −10 °C; der Rechner passt sie an Ihre Normaußentemperatur an.

Welche Normaußentemperatur gilt für meinen Ort?

Seit DIN/TS 12831-1 gilt ein Wert pro Postleitzahl, zu finden in der Klimakarte des Bundesverbands Wärmepumpe. Beispiele: Köln −7,0 bis −8,7 °C, Hamburg −8,2 bis −10,5 °C, Frankfurt −8,3 bis −10,1 °C, Berlin −11,1 bis −13,3 °C, München −11,1 bis −13,9 °C, Dresden −12,1 bis −14,0 °C.

Muss ich das Warmwasser dazurechnen?

Wenn die Wärmepumpe auch einen Warmwasserspeicher heizt, rechnet man üblich 0,25 kW pro Person dazu – 1 kW für vier Personen. Macht ein Durchlauferhitzer das Warmwasser, entfällt der Zuschlag.

Ist eine größere Wärmepumpe besser?

Nein. Eine zu große Wärmepumpe taktet, läuft weniger effizient und verschleißt schneller. Wählen Sie ein Gerät, dessen Leistung bei Ihrer Normaußentemperatur knapp über der berechneten Heizlast liegt.

Quellen

Formeln zuletzt geprüft: 30. September 2026 ·So prüfen wir unsere Formeln