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Boden & Fliesen

Estrichrechner: Estrich und Ausgleichsmasse berechnen

Berechnen Sie, wie viel selbstverlaufende Ausgleichsmasse (Nivelliermasse) oder Estrich Sie brauchen – in Kilogramm oder Pfund und in Säcken, aus Bodenfläche und mittlerer Schichtdicke.

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1Bodenfläche und Schichtdicke
Übliche Raumgrößen

Messen Sie an mehreren Stellen, wie viel aufgefüllt werden muss (eine lange Richtlatte und ein Zollstock helfen), und nehmen Sie den Mittelwert, nicht die tiefste Stelle.

2Produkt

Gewicht pro m² (oder ft²) je 1 mm Schichtdicke, laut Sack oder technischem Merkblatt – zum Beispiel 1,6 kg/m² pro mm. Steht auf dem Sack „20 kg reichen für 3,9 m² bei 3 mm“, sind das 20 ÷ 3,9 ÷ 3 = 1,7.

Ausgleichsmasse wird meist in Säcken zu 20–25 kg verkauft, in den USA zu 50 lb.

%

10 % sind ein sinnvoller Zuschlag; bei sehr unebenen Böden mehr.

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So nutzen Sie den Rechner

  1. 1Messen Sie den Boden aus oder geben Sie die Fläche direkt ein.
  2. 2Ermitteln Sie die mittlere Schichtdicke, die aufgefüllt werden muss: Prüfen Sie den Boden an mehreren Stellen mit einer langen Richtlatte oder einem Laser.
  3. 3Wählen Sie die Art des Produkts. Der typische Verbrauch wird vorbelegt – ersetzen Sie ihn durch den Wert auf Ihrem Sack, falls er abweicht.
  4. 4Tragen Sie das Sackgewicht ein, um zu sehen, wie viele Säcke Sie kaufen müssen – oder wählen Sie beim selbst gemischten Estrich die Mischung und Ihre Zementsackgröße, um Zementsäcke und Sand zu erhalten.

Die Formel

  1. 01Material (kg) = Fläche (m²) × mittlere Schichtdicke (mm) × Verbrauch (kg pro m² und mm) × (1 + Zuschlag %)
  2. 02Säcke = Material ÷ Sackgewicht, aufgerundet
  3. 03Volumen = Fläche × Schichtdicke × (1 + Zuschlag %)
  4. 04Fläche pro Sack = Sackgewicht ÷ (Verbrauch × Schichtdicke)
  5. 05Selbst gemischt: Trockenvolumen = Fläche × Schichtdicke × (1 + Zuschlag %) × 1,33; Zement = Trockenvolumen × 1 ÷ (1 + Teile Sand)
  6. 06Zementsäcke = Zementvolumen × 1.440 kg/m³ ÷ Sackgewicht, aufgerundet; Sand = Trockenvolumen × Teile Sand ÷ alle Teile

Ausgleichsmassen und Estriche werden nach Gewicht verkauft, gefüllt wird aber ein Volumen. Die Hersteller geben deshalb einen Verbrauch an: wie viele Kilogramm Sie für einen Quadratmeter bei einem Millimeter Schichtdicke brauchen. Selbstverlaufende Ausgleichsmassen liegen bei etwa 1,4–1,7 kg pro m² und mm, Zementestriche und Fließestriche bei etwa 1,8–2,0 kg. Wir rechnen jeweils mit dem oberen Wert, damit Sie nicht zu wenig kaufen.

Der Wert in kg pro m² und mm ist dieselbe Zahl wie die Dichte des erhärteten Materials in kg pro Liter bzw. Tonnen pro m³ – ein Liter, auf einem Quadratmeter verteilt, ist genau einen Millimeter dick.

Böden sind selten eben, deshalb zählt die mittlere Schichtdicke mehr als die tiefste Stelle. Der Zuschlag deckt Mulden, Masse, die in Fugen läuft, und den Rest im Eimer ab.

Mischen Sie Zement und Sand selbst, werden die Teile nach Volumen abgemessen. Für 1 m³ Estrich im Verhältnis 1 : 4 sind das etwa 383 kg Zement und 1,06 m³ Sand. Ein 50 mm dicker Estrich auf 12 m² braucht mit 10 % Zuschlag 253 kg Zement – also 11 Säcke zu 25 kg – und 0,7 m³ Sand.

Rechenbeispiel

Ein Boden von 4 m × 3 m, der mit selbstverlaufender Ausgleichsmasse (1,7 kg/m² pro mm) auf durchschnittlich 5 mm ausgeglichen wird, braucht 102 kg Pulver.

Mit 10 % Zuschlag sind das 112,2 kg, also 5 Säcke à 25 kg. Jeder Sack reicht bei dieser Schichtdicke für etwa 2,94 m².

Tipps vor dem Kauf

  • Mischen Sie immer ganze Säcke mit genau der Wassermenge, die auf dem Sack steht – zu viel Wasser schwächt die Masse und führt zu Rissen.
  • Ausgleichsmasse bindet schnell ab. Legen Sie alles bereit, arbeiten Sie in Abschnitten mit einem Helfer, der anmischt, und gießen Sie jede Mischung an die Kante der vorherigen.
  • Dichten Sie Fugen an Wänden, Rohren und Dielen vorher mit Dichtstoff oder Randdämmstreifen ab, sonst läuft die Masse darunter weg.
  • Prüfen Sie die Trocknungszeiten, bevor Sie den Bodenbelag planen: Eine dünne Ausgleichsmasse ist oft schon nach Stunden belegreif, ein Zementestrich braucht Wochen zum Trocknen. In Deutschland wird die Belegreife von Estrich meist mit einer CM-Messung geprüft.

Häufige Fragen

Wie viel Ausgleichsmasse brauche ich pro m²?

Etwa 1,5–1,7 kg pro Quadratmeter und Millimeter Schichtdicke. Bei 3 mm sind das rund 5 kg pro m², ein 25-kg-Sack reicht also für etwa 5 m². Prüfen Sie immer den Wert Ihres Produkts.

Wie viel Fläche schafft ein 50-lb-Sack Ausgleichsmasse (USA)?

Das hängt von der Schichtdicke ab. Die Tabelle eines Herstellers nennt zum Beispiel 46–48 ft² pro 50-lb-Sack bei 1/8 in und 23–24 ft² bei 1/4 in. Doppelte Schichtdicke heißt halbe Fläche – prüfen Sie die Tabelle auf Ihrem Sack.

Wie dick darf Ausgleichsmasse sein?

Das hängt vom Produkt ab. Viele Standardmassen sind für etwa 1–10 mm in einer Schicht gedacht; andere schaffen 30 mm oder mehr. Für dickere Schichten brauchen Sie meist eine Ausgleichsmasse für hohe Schichtdicken oder einen Estrich.

Was ist der Unterschied zwischen Estrich und Ausgleichsmasse?

Estrich ist eine dickere Schicht (meist 25 mm oder mehr) aus Zement und Sand oder ein fließfähiges Calciumsulfat-Gemisch und bildet die Grundlage des Fußbodens. Ausgleichsmasse ist eine dünne, flüssige Schicht, die den Boden kurz vor dem Verlegen des Belags glättet und ebnet.

Muss ich den Boden vorher grundieren?

Fast immer. Die Grundierung steuert, wie schnell der Untergrund der Masse Wasser entzieht, und verbessert die Haftung. Verwenden Sie die Grundierung, die der Hersteller der Masse für Ihren Untergrund empfiehlt.

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Quellen

Formeln zuletzt geprüft: 30. September 2026 ·So prüfen wir unsere Formeln